Für wen ich Videos mache

Im Prinzip, für eine jüngere Version von mir selbst. Ich denke mir “Hey, dieses Video sollte es geben” — egal ob ich den Gedanken vor einer Woche oder vor Jahren hatte.

Zumindest denke ich mir das jetzt, nachdem ich ein Video veröffentlicht habe, das ich schon seit Jahren machen wollte. Aber das selbe gilt für die eigentlich alle meiner Videos, mit der Ausnahme von meinem Video zu Risen, Risen 2 und einem Video zu Kingdom Come: Deliverance, an dem ich schon seit über einem halben Jahr arbeite.

Denn für diese Videos hatte ich die Absicht etwas gutes der Diskussion zu den Spielen beizutragen.

Nur habe ich noch nicht ganz raus inwiefern sie diese Aufgabe erfüllen sollen. So ist YouTube keine Platform für “Diskussion”. Das höchste der Gefühle wird Bildung sein... und im schlimmsten Fall misinformation.

Immerhin hat man nur die “YouTuber”, die ihre Ideen schön in Videos verpacken... und dann die Kommentatoren.

So hatte ich keine “Diskussion” über die Ideen in meinen Videos ausserhalb meines Kommentarbereichs.

Nur mein Video zu der englischen Lokalisation von Elex scheint einen richtigen Eindruck hinterlassen zu haben — so hat das deutsche Podcast Magazin “The Pod” aufgrund meines Anstosses bei THQ Nordic nachgefragt wie der Lokalisationsprozess aussah, damit das Ergebnis dermassen außergewöhnlich wurde.

Vielleicht muss ich nur weiter machen und mehr “Treffer” wie das Elex Video werden erst möglich, wenn ich meinen Output erhöhe.

Da kommen wir jedoch in ein kapitalistisches “musse bespielen” Denken, dass ich mir nicht leisten kann (da Vollzeitjob) und nicht leisten will (weil kapitalistisch). Denn ich will Videos nicht machen um erfolgreich zu sein. Weder finanziell oder sozial.

Wobei das natürlich nicht ganz stimmt. Ich würde mich freuen wenn ich mit Videos Geld verdienen könnte. Oder wenn es mir das Lob von Leuten einbringt, die ich wertschätze.

Zum Teil tun und taten sie das auch, und das war schon cool. Aber wie gesagt sehe ich mich nicht in der Lage das als Motivation zu nutzen.

Warum also dann? Wie wir in den letzten Monaten gesehen haben: Eher gar nicht.

Aber wenn, dann für mich. Wenn auch eine jüngere Version.